Immer mehr Menschen verbinden einen vorgezogenen Rentenbeginn mit weiterem Einkommen. Die Empfehlungen der Rentenkommission dürften diesen Trend zu flexibleren Übergängen verstärken. Das liefert Argumente für die bAV.
Der klassische Schnitt zwischen Erwerbsleben und Ruhestand wird immer weicher, wie eine aktuelle IW-Studie bestätigt. Seit dem Wegfall der Hinzuverdienstgrenze erzielen immer mehr Frührentner ein größeres Zusatzeinkommen. Bei besonders langjährig Versicherten stieg der Anteil mit Hinzuverdienst oberhalb eines Minijobs von 18 auf 25 Prozent, bei langjährig Versicherten mit Abschlägen von 8 auf 14 Prozent.
Die aktuellen Empfehlungen der Rentenkommission werden diesen Trend und das Bedürfnis nach flexiblen Rentenübergängen weiter verstärken. Damit wächst auch die Bedeutung einer bAV, die solche Übergänge mitträgt. Gefragt sind dabei Modelle, die zusätzliche Beschäftigungsjahre sinnvoll einbeziehen, Beitragsphasen verlängern oder den Übergang in Teilrente und Weiterarbeit sauber begleiten.
bAV kann flexiblen Übergang aktiv begleiten
Eine gut konzipierte Betriebsrente kann die verschiedenen Lebensphasen verbinden. Ein vorgezogener Rentenbeginn lässt sich finanziell eher darstellen, wenn parallel eine attraktive betriebliche Altersversorgung zur Verfügung steht. Bei Weiterarbeit kann die Versorgung weiter aufgebaut werden und die finanzielle Freiheit erhöhen.
Vermittler können Versorgungsordnungen und bestehende Zusagen daraufhin prüfen, wie diese mit Teilrente, Weiterarbeit und längeren Ansparphasen umgehen. Ebenso wichtig wird die Kommunikation gegenüber Arbeitgebern. Der Nutzen der bAV liegt in diesem Zusammenhang nicht mehr nur in der klassischen Altersvorsorge, sondern auch in ihrer Funktion als Instrument für Mitarbeiter, die einen flexiblen Übergang ins Rentendasein wünschen.



