Eine aktuelle Studie hegt Zweifel am Opt-out-Modell und zeigt zugleich, dass es gerade in kleinen Unternehmen darauf ankommt, finanziell gestressten Beschäftigten den konkreten Nutzen der bAV verständlich zu machen.
Diskussionen über Opt-out-Modell rückt die bAV in kleinen und mittleren Unternehmen stärker in den Mittelpunkt. Die aktuelle Studie „Employee Financial Wellbeing Studie 2026“ zeigt dabei einen wichtigen Zusammenhang: Finanzielle Belastung prägt die Vorsorgeentscheidung vieler Beschäftigter. In Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden erlebt ein besonders hoher Anteil der Beschäftigten finanziellen Stress. Gleichzeitig erreichen bAV-Angebote diese Zielgruppe bislang seltener als in größeren Betrieben.
Förderung verständlich machen
Für Vermittler besteht die Herausforderung, Beschäftigten mit engem Budget die Vorteile einer bAV noch verständlicher zu erläutern. Die bAV gewinnt an Attraktivität, wenn Förderlogik, Arbeitgeberzuschuss und Nettoeffekt anschaulich erklärt werden. Wer den Blick auf den tatsächlichen Vorsorgeeffekt lenkt, macht aus einem abstrakten Thema eine greifbare finanzielle Verbesserung.
Vor allem bei Niedrigverdienern entfaltet diese Argumentation Wirkung. Die Verbesserungen in der Förderung eröffnen Arbeitgebern zusätzliche Spielräume, um den Einstieg in die bAV attraktiver zu gestalten. Daraus entsteht für Vermittler ein starker Gesprächsanlass in KMU, den geförderten Vermögensaufbau klar aufzuzeigen und so die Hemmschwelle zur Teilnahme zu senken.
Fazit:
Eine gut erklärte und implementierte bAV erreicht auch finanziell belastete Beschäftigte in kleinen Unternehmen. Gerade eine arbeitgeberfinanzierte bAV leistet hier Mehrwerte für Beschäftigte. Arbeitgeber können durch staatliche Förderungen ihre Lohnkosten optimieren. Für Vermittler wächst damit die Chance, gerade in KMU neue Zugänge zur betrieblichen Vorsorge zu schaffen.
