Zahlen, Daten, Fakten

Generation Mitte sagt „Ja“ zur breiten Vorsorge

Die Deutsche Rentenversicherung und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales haben in einer groß angelegten Studie das altersspezifische Vorsorgeverhalten untersuchen lassen. Für den Bericht über Lebensverläufe & Altersvorsorge (LeA) wurden 9.447 40- bis 59-Jährige befragt. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Altersgruppe der zwischen 1957 und 1961 Geborenen noch immer stark von der gesetzlichen Rentenversicherung abhängig ist. 63 Prozent der Männer und 67 Prozent der Frauen setzen ausschließlich auf die erste Säule der Altersvorsorge. In der jüngeren Vergleichsgruppe liegen die Werte bei 39,3 bzw. 37,5 Prozent (siehe Tabelle).

Bei den Anfang 40ern setzt bundesweit und geschlechterübergreifend jeder Fünfte auf eine breite Altersvorsorge, die auf allen drei Säulen aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge aufbaut. Bei der älteren Vergleichsgruppe ist dies mit 6,4 % (Männer) und 4,5 % (Frauen) kaum der Fall.

bAV-Potenzial nutzen

Die private Altersvorsorge (zwischen 43 und 54 %) nimmt insgesamt einen höheren Stellenwert ein als die betriebliche Altersversorgung (zwischen 29 und 43 %). Die bAV ist vor allem bei Männern in den neuen Bundesländern (29 bis 34 %) noch weniger stark ausgeprägt.

Im Umkehrschluss besteht für die betriebliche Altersversorgung also das größte Beratungspotenzial. Vermittler können die Verbesserungen durch das BRSG gezielt anbringen, um die zweite Säule der Altersvorsorge in allen Altersgruppen zu stärken.

Wer setzt auf welche Säulen der Altersvorsorge?

  Männer Frauen
    Alter 40 - 44  Alter 55 - 59 Alter 40 - 44 Alter 55 - 59
Nur GRV 39,3% 63, 2% 37,5%  67,1%
  (West: 35,7% / Ost: 42,8%) (W: 54,3% / O: 72,0%) (W: 34,8% / O: 40,2%) (W: 66, % / O: 67,5%)
GRV + bAV + pAV 21,7% 6,4% 21,9% 4,5%
  (W: 25,8% / O: 17,5%) (W: 9,1 % / O: 3,6%) (W: 19,0% / O: 24,8%) (W: 4,5% / O: 4,5%)

Quelle: LeA Bericht, Kumulation zum 40. Geburtstag der jeweiligen Altersgruppe