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Chemie will 2022 Sozialpartnermodell einführen

Die Tarifrunde #Chemie22 hat grünes Licht gegeben für das erste Branchenmodell der reinen Beitragszusage (Sozialpartnermodell).

Redaktion bAVheute
06.04.2022
Chemie will 2022 Sozialpartnermodell einführen
© Shutterstock_Shotmedia

Die Tarifrunde #Chemie22 hat grünes Licht gegeben für das erste Branchenmodell der reinen Beitragszusage (Sozialpartnermodell).

Während man sich ansonsten aufgrund der dramatisch geänderten politischen und wirtschaftlichen Situation vorläufig vertagen musste. Sind für die betriebliche Altersversorgung die Weichen neu gestellt.

Hier die wichtigsten Informationen:

  1. Ziel ist, auch neu hinzukommenden Beschäftigten eine attraktive Versorgung mit guten Renditechancen anbieten zu können und gleichzeitig Haftungsrisiken für die Unternehmen angesichts der andauernden Niedrigzinsphase zu vermeiden.
  2. Der Tarifvertrag zum Sozialpartnermodell soll bis 30.6.2022 stehen. Die Eckpunkte sind schon ausgehandelt.
  3. Durchführende Einrichtung soll der gemeinsam von den Tarifpartnern mit der R+V Versicherung angebotene Chemie-Pensionsfonds sein.
  4. Die reine Beitragszusage soll ab dem Startschuss für Neuzusagen möglich sein, bestehende Zusagen sind nicht tangiert.
  5. Bestehende Verträge und Versorgungen werden zu den vereinbarten Konditionen vom Chemie-Pensionsfonds fortgeführt und sind von den Überlegungen grundsätzlich nicht betroffen.
  6. Das Sozialpartner-Modell soll neben die bisherigen Zusageformen der betrieblichen und tariflichen Altersversorgung, die ebenfalls weiterhin angeboten werden, treten, d. h. es wird wahrscheinlich Öffnungsklauseln für Betriebsvereinbarungen geben.
  7. Der Arbeitgeber zahlt dabei den gesetzlich vorgeschriebenen 15 prozentigen Zuschuss zur Entgeltumwandlung des Arbeitnehmers sowie einen 5 prozentigen Sicherungsbetrag als Kompensation für den Wegfall der Arbeitgeberhaftung.

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