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Die Pläne der künftigen Bundesregierung: Altersvorsorge und Krankenversicherung

Das Ergebnis der Sondierungen zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP liegt auf 12 Seiten vor. Was haben die drei Parteien zu Altersvorsorge und Krankenversicherung vereinbart? Im Folgenden ein Überblick.

Bild von Dr. Henriette Meissner
Dr. Henriette Meissner, Die Stuttgarter
18.10.2021
Die Pläne der künftigen Bundesregierung: Altersvorsorge und Krankenversicherung
© katalonia82 | Shutterstock

Das Ergebnis der Sondierungen zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP liegt auf 12 Seiten vor. Was haben die drei Parteien zu Altersvorsorge und Krankenversicherung vereinbart? Im Folgenden ein Überblick.

1. Das Drei-Säulen-Modell bleibt – grundsätzlich

„Neben der gesetzlichen Rente bleiben die betriebliche wie private Altersvorsorge wichtig für ein gutes Leben im Alter. Eine gute und verlässliche Rente nach vielen Jahren Arbeit ist für die Beschäftigten wichtig. Es geht darum, sich mit eigener Arbeit eine gute eigenständige Absicherung im Alter zu schaffen. Wir werden daher die gesetzliche Rente stärken und das Mindestrentenniveau von 48 % sichern. Es wird keine Rentenkürzungen und keine Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters geben.“

2. Gesetzliche Rente wird durch Aktienrente in der ersten Säule ergänzt

Das FDP-Modell kommt: „Um diese Zusage [zur Sicherung der gesetzlichen Rente] generationengerecht abzusichern, werden wir zur langfristigen Stabilisierung von Rentenniveau und Rentenbeitragssatz in eine teilweise Kapitaldeckung der Gesetzlichen Rentenversicherung einsteigen. Dazu werden wir in einem ersten Schritt der Deutschen Rentenversicherung im Jahr 2022 aus Haushaltsmitteln einen Kapitalstock von 10 Milliarden Euro zuführen. Wir werden der Deutschen Rentenversicherung auch ermöglichen, ihre Reserven am Kapitalmarkt reguliert anzulegen.“

3. Prüffall: Öffentlicher Fonds für die private Altersvorsorge. Bestandsschutz für Riester

„Wir werden das bisherige System der privaten Altersvorsorge grundlegend reformieren. Wir werden dazu das Angebot eines öffentlich verantworteten Fonds mit einem effektiven und kostengünstigen Angebot mit Abwahlmöglichkeit prüfen.

Daneben werden wir die gesetzliche Anerkennung privater Anlageprodukte mit höheren Renditen als Riester prüfen. Eine Förderung soll Anreize für untere Einkommensgruppen bieten, diese Produkte in Anspruch zu nehmen. Es gilt ein Bestandschutz für laufende Riester-Verträge. Den Sparerpauschbetrag wollen wir auf 1.000 Euro erhöhen.“

4. Mehr Alterssicherung für Frauen

„Wir werden das Selbstbestimmungsrecht von Frauen stärken und die eigenständige Existenzsicherung fördern. Wir wollen, dass Frauen und Männer gleichberechtigt an gesellschaftlichen Entscheidungen sowie am Erwerbsleben teilhaben können und in gleicher Weise in der Lage sind, eigenständig ihren Lebensunterhalt zu sichern und für ausreichende Alterssicherung zu sorgen.“

5. Umbau des bisherigen Systems der Kranken- und Pflegeversicherung? Nein, danke.

Eine Bürgerversicherung ist nicht geplant. Dazu heißt es lapidar: „Die gesetzliche und die private Kranken- und Pflegeversicherung bleiben erhalten.“

Bild von Dr. Henriette Meissner

Beitrag von:

Dr. Henriette Meissner

Geschäftsführerin der Stuttgarter Vorsorge-Management GmbH und Generalbevollmächtigte für die bAV der Stuttgarter Lebensversicherung a.G.

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