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Die Deutschen gehen ahnungslos in Rente

Eine aktuelle Umfrage zeigt: zwei Drittel der Deutschen haben kein klares Bild von der Höhe Ihrer zukünftigen gesetzlichen Rente. Über 40 Prozent sehen dem Ruhestand ungewiss oder ängstlich entgegen.

Bild von Per Protoschill
Per Protoschill, Die Stuttgarter
16.05.2017
Die Deutschen gehen ahnungslos in Rente

Eine aktuelle Umfrage zeigt: zwei Drittel der Deutschen haben kein klares Bild von der Höhe Ihrer zukünftigen gesetzlichen Rente. Über 40 Prozent sehen dem Ruhestand ungewiss oder ängstlich entgegen.

Jahr für Jahr erhalten Millionen Deutsche ihren persönlichen Rentenbescheid. Jede Erwerbsperson über 27 Jahren mit mindestens fünf Jahren Erwerbstätigkeit hat Anspruch auf die Information der Deutschen Rentenversicherung. Trotzdem hat nur ein Drittel eine genaue Vorstellung von der Höhe der eigenen Rentenansprüche – das zeigt eine aktuelle Umfrage von Price Waterhouse Coopers zum Thema „Ganzheitliches Vorsorgemanagement“.

Auf der anderen Seite ist die finanzielle Sicherheit im Alter durchaus ein Thema für die Befragten, das allerdings für viele vor allem als Sorgenpunkt stattfindet. Insgesamt 43 Prozent gaben an, Angst vor Altersarmut zu haben oder nicht zu wissen, ob das Rentenalter finanziell ausreichend gesichert ist.  

Diese Zahlen legen zwei zentrale Schlüsse nahe. Erstens erweist sich der jährliche Rentenbescheid für viele Menschen immer noch als „Brief mit sieben Siegeln“. Sie fühlen sich von den Informationen überfordert und tun sich entsprechend schwer damit, diese sinnvoll auf ihre persönlichen Zukunftsaussichten anzuwenden.

Zweitens haben die zahlreichen Aufklärungskampagnen der vergangenen Jahre eine Grundsensibilität für das Risiko Altersarmut erzeugt. Dennoch befasst sich ein großer Teil der Menschen nach wie vor nicht aktiv mit der eigenen Finanzsituation – und damit vermutlich auch nicht oder zu wenig mit privater Vorsorge.

Deutsches Institut für Altersvorsorge fordert Online-Rentenkonto

Laut einer INSA-Meinungstrendumfrage im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge wünschen sich knapp 46 Prozent ein Online-Rentenkonto, das gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge übersichtlich abbildet. In einer Pressemitteilung fordert Klaus Morgenstern, Sprecher des DIA, die Bundesregierung daher auf, spätestens in der nächsten Legislaturperiode ein solches Rentenkonto auf den Weg zu bringen. Denn nur wer ausreichend über seine Rentenansprüche informiert sei, könne auch eigenverantwortlich vorsorgen. 

Mit einer kurzfristigen Umsetzung ist nach aktuellem Sachstand jedoch nicht zu rechnen. Für unabhängige Vorsorge- und bAV-Vermittler birgt dies die Möglichkeit, sich noch stärker als Berater zu etablieren – sowohl bei Privatkunden als auch bei Unternehmen. Hilfestellungen beim Lesen und Verstehen des Rentenbescheids sowie Lösungsangebote zur Schließung der Rentenlücke werden als wertvoller Beitrag empfunden.

Besonders im Bereich der betrieblichen Altersversorgung eröffnen sich mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz derzeit neue Möglichkeiten, sich und das eigene Leistungsportfolio bei Unternehmern ins Gespräch zu bringen. 

Tipp: Fragen Sie Ihren Ansprechpartner bei der Stuttgarter auch nach dem „Rentenbescheid-Flyer“, als zusätzliche Unterstützung für Ihre Gespräche.

Bild von Per Protoschill

Beitrag von:

Per Protoschill

Geschäftsführer der Stuttgarter Vorsorge-Management GmbH

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