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Nachhaltige Investments stabiler in der Krise

Nachhaltigkeit in der Altersvorsorge ist nicht nur eine ethische Frage, sie rentiert sich auch wirtschaftlich. Eine neue Studie zeigt die stärkere Krisenresistenz nachhaltiger Investments. Auch in der bAV spielen ESG-Anlagen eine immer größere Rolle.

© shutterstock | Diyana Dimitrova

Nachhaltigkeit wird bei den Kunden immer wichtiger. Einer Umfrage von Heute & Morgen zufolge wünschen sich 80 % der Kunden mehr Engagement in Richtung Nachhaltigkeit von ihrem Versicherer. Fast die Hälfte der Beteiligten (47 %) erklärte sich gar bereit, den Anbieter für einen „grüneren“ Konkurrenten zu wechseln. Vor allem der sogenannten Generation Z wird hierbei eine stark ausgeprägte grüne Grundeinstellung nachgesagt, die es in der Beratung zu beachten gilt. 

Doch noch immer halten sich einige Vorurteile hartnäckig. Skeptiker nachhaltiger Investments lehnen diese oftmals mit der Begründung ab, die nachhaltige Ausrichtung gehe auf Kosten der Rendite. Vor allem in Krisenzeiten gelte es darum, konservativ und eher renditeorientiert zu investieren.

ESG-Investments krisenfester

Dass diese Haltung mit der Realität nicht übereinstimmt, zeigt nun eine Auswertung der Fondsgesellschaft Fidelity International. Hierfür wurde die Kapitalmarkt-Performance von insgesamt 2.600 Unternehmen mit verschiedenen ESG-Ratings (Umwelt, Soziales, Unternehmensführung) im Zeitraum vom 19. Februar bis 26. März 2020 untersucht. Grundlage für die Fidelity-Analysten bildete hierbei das hauseigene ESG-Ratingsystem.

Das Ergebnis dürfte Nachhaltigkeits-Skeptiker überraschen: Denn Unternehmen mit höherer ESG-Bewertung schnitten auch in diesem kurzen Zeitraum besser ab als Unternehmen mit schlechterer ESG-Einstufung. Während der S&P 500-Index in besagtem Zeitraum um 26,9 % sank, schnitten Unternehmen mit einem guten Fidelity-ESG-Rating durchschnittlich um 3,8 Prozentpunkte besser, Unternehmen mit schlechtem ESG-Rating hingegen durchschnittlich um 7,4 % schlechter ab.“

Nachhaltigkeit wird zum wirtschaftlichen Faktor

Dass Nachhaltigkeit mehr als bloß eine ethische Frage ist, sondern sich längst zu einem wirtschaftlichen Faktor entwickelt hat, betont auch Dr. Guido Bader, Vorstand für die Bereiche Lebensversicherung und Kapitalanlage der Stuttgarter: „Nachhaltigkeit ist mittlerweile zu einer wirtschaftlichen Größe geworden, die Anleger nicht ausblenden sollten“, so Bader. 

Auch in der betrieblichen Altersversorgung macht sich die stärkere Einbindung nachhaltiger Aspekte bemerkbar. Die Stuttgarter hat sich als einer der Pioniere mit der GrüneRente positioniert, die nicht nur Anlegern eine interessante Kombination aus renditestarker Altersvorsorge und der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung bietet, sondern auch für Makler eine vielversprechende Chance darstellt. „Sehen Sie darin eine einzigartige Chance, eine rasant wachsende nachhaltige Kundengruppe zu erschließen und gleichzeitig einen Beitrag zum Erhalt unseres Planeten zu leisten“, formuliert es Bader.


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